Auch trocken ist manchmal gut
Trockenrasen sind selten geworden – und sind ein besonders typischer, wenn auch seltener Teil der brandenburgischen Landschaften.
Anders als auf nährstoffreichen Wiesen wächst die Vegetation hier nur langsam und bleibt lückig. Genau diese Bedingungen machen die Fläche zu einem Rückzugsort für spezialisierte, konkurrenzschwache Pflanzenarten. Einige davon, wie die Heide-Nelke, die Berg-Jasione oder die Sand-Strohblume, sind deutschlandweit gefährdet.
Um die Offenlandfläche zu erhalten, führt der ALNUS e.V. regelmäßige Pflegemaßnahmen durch – vor allem Mahd und entfernen der Gehölzaufwuchses. Dadurch wird die Ausbreitung von Gehölzen (insbesondere Pappeln) verhindert und der Standort langfristig ausgehagert. Denn durch das Entfernen des Schnittguts werden Nährstoffe entzogen – eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt der mageren Bodenverhältnisse.
Seit 2025 begleitet ein Monitoring die Entwicklung der Fläche. So kann nachvollzogen werden, ob sich die gewünschten Arten stabilisieren und ob die Pflegeziele erreicht werden.
Du kannst dabei helfen! Ob bei der Mahd, beim Gehölzentfernen oder einfach durch deine Unterstützung vor Ort – jede helfende Hand trägt dazu bei, diesen seltenen Lebensraum zu erhalten.
Fakten zur Trockenwiese
- Standort: Eberswalde-Finow, nahe der Fliegersiedlung
- Fläche: ca. 0,75 ha
- Schutzstatus: keiner
- Pflege seit: 2015
- Pflegemaßnahmen: 1× jährliche Mahd, 1 x Entfernung des Gehölzaufwuchses, Schnittgutentfernung
- Ziel der Pflege: Erhalt seltener Trockenrasenarten, Offenhaltung der Fläche
- Bedrohung: Verbuschung durch Gehölze (v. a. Pappeln), Nährstoffeintrag
- Monitoring: seit 2025
