Wasser in den Kessel
Leider ist der Zustand des Moores aufgrund niedriger Wasserstände besorgniserregend. Wie viele andere Feuchtgebiete in der Region leidet auch das Eppelbruch unter dem Wassermangel, verstärkt durch heiße Sommer und den Vorstoß von Bäumen wie Birken und Kiefern, die dem Moor durch Verdunstung über ihre Blätter zusätzlich Wasser entziehen.
Seit dem Rückzug der Gletscher vor 12.000–14.000 Jahren war das Eppelbruch von Wäldern umgeben und von Wasser durchzogen. Heute bedrohen Veränderungen das empfindliche Ökosystem des Moores. Trotzdem gedeihen hier weiterhin typische Moorpflanzen wie Wollgras, Torfmoose und Moosbeeren, die das Ökosystem stabilisieren und ihm seine besondere Bedeutung verleihen.
Schutz und Pflege des Eppelbruchs
Um das Moor zu retten, haben wir Maßnahmen zur Biotoppflege eingeleitet. Ziel ist es, etwa 90% der Bäume und Sträucher, die das Moor entwässern, zu entfernen. Diese Maßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Chorin, dem Landesamt für Umwelt und der Stadt Eberswalde entwickelt und gefördert.
Dank der Förderung über Vertragsnaturschutzmitteln des Landes seit 2023 können wir diese wichtigen Pflege- und Schutzmaßnahmen umsetzen.
Doch der ALNUS e.V. setzt sich mit großem Engagement dafür ein, das Eppelbruch und andere Moorflächen zu schützen. Aber auch du kannst einen wichtigen Beitrag leisten! Mach mit, hilf uns dabei, diese einzigartigen Ökosysteme zu bewahren und sie für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Deine Unterstützung ist entscheidend – sei Teil der Veränderung!
Fakten zum Eppelbruch
- Standort: 8 km südlich von Eberswalde
- Fläche: 1,33 ha
- Tiefe: 7,30 m
- Schutzstatus: Teil verschiedener Schutzgebiete
- Speichervermögen: 4.270 Tonnen CO2 im Torf
- Bedeutung: Wichtiger Kohlenstoffspeicher und Lebensraum für seltene Arten
- Typische Pflanzen: Wollgras, Torfmoose, Moosbeeren
- Bedrohungen: Wassermangel, Baumwachstum (Birken, Kiefern), heiße Sommer
Pflegemaßnahmen: Entkusselung der Moorfläche (90 % der Gehölze sollen entfernt werden)
